Geschichte der Sonnenbank

Die Sonnenbank ist im Vergleich noch eine recht junge technische Erfindung. Das der Sonnenbank zu Grunde liegende Prinzip der Nahfeldbestrahlung wurde erst Mitte der 1970er Jahre erfunden. Der Vorgänger der Sonnenbank war die sogenannte „Höhensonne“ (Markenname der Firma Heraeus). Diese wurde ursprünglich für medizinische Zwecke wie zur Behandlung von Akne konzipiert, später aber auch für die künstliche Besonnung eingesetzt. Der Nachteil der Höhensonne war ihre nur schwache Bräunungswirkung sowie die hohe Sonnenbrandgefahr (Quarzlampe).

Nahfeldstrahlung - das grundlegende Prinzip

Die Nahfeldbestrahlung wurde von Friedrich Wolff im Jahre 1975 entwickelt. Vor Erfindung dieses Prinzips war es ausschließlich möglich, sich von oben zu sonnen. Aus technologischer Sicht verwendete Wolff durch eine Acrylglasscheibe abgedeckte Reflektoren mit Leuchtstofflampen. Das grundlegende Prinzip hat sich bis heute nur wenig verändert.

Nichtsdesto trotz haben sich Sonnenbänke in ihrer Geschichte technisch und optisch stetig weiterentwickelt. Bei ihnen handelt es sich heute nicht mehr um die ursprünglich schlichten, sondern um technisch hoch entwickelte Geräte. Das Sonnen ist inzwischen keine reine Bräunung der Haut mehr, sondern ein Erlebnis für zahlreiche Sinne. Klimaregulierung sowie Duft- und Soundsysteme gehören bei vielen modernen Sonnenbänken zur Ausstattung dazu.

                          Weiterentwicklung der Sonnenbänke in der Folgezeit

Neben der Technik der Sonnenbank hat sich auch das Design wesentlich weiterentwickelt. Heute liegen die Kunden nicht mehr auf schlichten Liegen, sondern ergonomisch und bequem. Inzwischen ist es möglich, sich in sogenannten „Sonnen-Duschen“ oder „Towern“ auch stehend zu sonnen und zu bräunen. Hinzu kommen moderne Formen sowie Lichteffekte und Farben, welche das Wellnesserlebnis unterstützen.

Moderne Steuerungstechnologie und Programmauswahl sorgen heute dafür, dass die Bestrahlung im Solarium individuell auf die Anforderungen des jeweiligen Kunden abgestimmt werden kann. Neben der Erstellung von Besonnungsplänen durch das Sonnenstudio ist es diese Eigenschaft einer modernen Sonnenbank, durch welche sich eine optimale Wirkung erzielen lässt.

                                                     Die Sonnenbank in der Gegenwart

Der wichtigste technologische Standard in der Gegenwart ist die sogenannte 0,3-Norm. Die 0,3-Norm begrenzt den erythemalen Wert von Solarien auf 0,3W/m2. Hierfür müssen dementsprechend modifizierte Bräunungsröhren und Solariumlampen verwendet werden. Bräunungslampen und Bräunungsröhren bestehen heute aus einem Glaskolben mit einer Phosphor-Leuchtstoffschicht. Der Anteil an UV-A und UV-B Strahlung kann über die Konstruktion der Phosphor-Leuchtstoffschicht reguliert werden. Die Leistung der Sonnenbank wird mithilfe einer in die Glaskolben eingeschlämmten Reflektorschicht optimiert.

Eine weitere wichtige neue technische Errungenschaft bei Sonnenbänken sind Niederdruckröhren, welche noch leistungsfähiger sind und eine höhere Lebensdauer aufweisen.

Solarienbranche in Deutschland

Deutschland ist weltweit führend in der Branche der Bräunungstechnologie. Bezüglich des Absatzes und der technologischen Entwicklung ist es der weltweit wichtigste Markt. Weitere Länder, in denen die künstliche Besonnung eine bedeutende Rolle spielt, sind die USA, die BeNeLux-Länder, England sowie die skandinavischen Länder.

In Deutschland liegt der Schwerpunkt der Branche eher bei professionellen Sonnenstudios, während in anderen Regionen Heimsolarien eine größere Bedeutung einnehmen. Hierzulande gab es laut statistischer Angaben im Jahre 2010 in etwa 45.000 gewerblich genutzte Sonnenbänke. Aufgrund der gewerblichen Ausrichtung in Deutschland ist hier auch die Entwicklung bei der Gerätetechnik sehr ausgeprägt. Hersteller wie Ergoline sind weltweit ein Begriff für hochwertige Qualität.